Heini – durch die Hölle auf dem Weg ins Glück
Ausgesetzt am helllichten Tag. Allein. Im Tierheim.
So begann meine Geschichte – eine Geschichte voller Schmerz, Angst und Missverständnisse.
Ich konnte kaum sehen, was um mich herum geschah. Meine Augen waren schwer krank: massive Rolllider, voller Eiter, voller brennender Schmerzen. Jeder Tag tat weh. Jeder Blick war zu viel.
Den Menschen vertraute ich nicht. Wie hätte ich auch? In meiner Welt waren sie der Grund für all das Leid. Meine Augen wurden operiert, mein Körper begann langsam zu heilen – doch meine Seele blieb voller Narben.
Mein Alltag bestand aus Tierklinik, fremden Gerüchen, fremden Händen und purer Panik. Ich wusste nie, was als Nächstes passieren würde. Dann kam auch noch ein schlimmer Schnupfen dazu. Ich konnte kaum atmen, doch ich ließ niemanden an mich heran. Nicht, weil ich nicht wollte – sondern weil ich nicht konnte.
Sie wollten mir helfen. Aber meine Angst war stärker.
Von Tag zu Tag wurde es schlimmer, ich kämpfte mit letzter Kraft. Immer wieder wurde ich eingepackt, immer wieder in die Klinik gebracht. Schließlich mussten sie mich sogar sedieren, um mich behandeln zu können.
Dann kam sie.
Eine junge Frau aus der Tierklinik. Irgendetwas an ihr war anders. Sanfter. Ruhiger. Ehrlicher. Ich kann nicht sagen warum – aber ich fühlte es tief in mir.
Zum ersten Mal ließ ich Berührung zu. Ganz vorsichtig. Einen Moment. Dann jeden Tag ein bisschen mehr.
Ich begann wieder zu leben.
Diese wunderbare Frau nahm mich mit nach Hause – und dort durfte ich zum ersten Mal erfahren, wie sich Sicherheit anfühlt. Wie Wärme. Wie Vertrauen.
Heute bin ich ein sensibler, leiser Kater mit einem großen Herzen:
- Ich brauche Ruhe – Hektik und plötzliche Bewegungen machen mir Angst
- Ich kuschle sehr gern, aber nur, wenn ich es selbst entscheiden darf
- Ich komme problemlos mit Hunden zurecht
- Ich liebe es, im Bett oder in meiner sicheren Höhle zu schlafen
- Ich benutze zuverlässig das Katzenklo
- Ich fresse mit gutem Appetit
- Ich bin gern in der Nähe von Menschen – einfach dabei sein reicht mir oft schon
Mein Wunschzuhause ist kein lauter Ort.
Ich brauche katzenerfahrene Menschen, Geduld, Verständnis – und bitte keine Kinder. Ob ich mit anderen Katzen zusammenleben möchte, habe ich nie gezeigt und ich möchte das auch nicht mehr ausprobieren.
Ich habe genug gekämpft.
Jetzt möchte ich endlich ankommen dürfen.
An einem Ort, der sich nicht mehr nach Angst anfühlt – sondern nach Zuhause.
Nach Himmel auf Erden, damit ich meine Vergangenheit endlich hinter mir lassen kann.
Heini befindet sich aktuell auf seiner Pflegestelle. Die Vermittlung erfolgt wie gewohnt über uns als Tierschutzverein. Bei ernsthaftem Interesse stellen wir gerne den Kontakt zur Pflegestelle her, sodass ein Erstbesuch vereinbart werden kann und Heini dort persönlich kennengelernt werden kann.
Wenn Sie sich für Heini interessieren, senden Sie uns bitte per ausreichend frankierter Post oder E-Mail einen ausgefüllten Interessentenfragebogen, der auf unserer Homepage (Startseite) als Download bereitsteht. Danach nimmt eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter unseres Tierheims Kontakt mit Ihnen auf, um den weiteren Ablauf zu besprechen.
(Stand: 21.01.2026 / LS)


