Phillip – ein alter Kater sucht seinen allerletzten Platz

Als Sicherstellung kam ich ins Tierheim, nachdem mein geliebter Mensch gestorben ist.
Mit ihm habe ich nicht nur mein Zuhause verloren… sondern meine ganze Welt.
Alles, was mir vertraut war – seine Stimme, seine Nähe, sein Geruch – ist einfach verschwunden.
Und ich… bin zurückgeblieben. Allein.

Ich bin ungefähr 15 Jahre alt.
Ein kleiner, müder Opa, der spürt, dass seine Reise langsam zu Ende geht.

Und deshalb ist das hier kein gewöhnlicher Aufruf.
Ich suche keinen Neuanfang.
Ich suche einen Hospizplatz.

Einen Ort, an dem ich meine letzte Zeit verbringen darf.
In Würde. In Ruhe. In Liebe.

Denn niemand kann sagen, wie lange ich noch habe.
Vielleicht sind es nur ein paar Wochen…
vielleicht noch ein paar Monate…
mit ganz viel Glück vielleicht noch ein kleines bisschen länger.

Aber egal, wie viel Zeit mir bleibt – sie ist kostbar.
Und ich möchte sie nicht im Tierheim verbringen.
Nicht hinter Gittern.
Nicht allein.

Dabei bin ich ein ganz besonderer Kerl.
Ich liebe Menschen. Ich suche ihre Nähe, schmuse unglaublich gern und „unterhalte“ mich sogar mit ihnen.
Ich will dazugehören. Ich will spüren, dass ich noch da bin.
Dass ich noch geliebt werde.

Doch mein Körper und mein Kopf lassen mich immer öfter im Stich.
Meine Welt steht manchmal schief – mein Köpfchen ist geneigt, und niemand weiß genau warum.
Eine weitere Narkose würde ich wahrscheinlich nicht mehr schaffen.
Ich bekomme Medikamente, die mir helfen sollen… aber sie machen mich nicht wieder jung.

Meine Nieren brauchen Unterstützung.
Ich trage Calici in mir.
Meine Beine tragen mich nicht mehr so sicher.
Meine Augen sehen weniger.
Meine Ohren hören schlechter.

Und… ich bin dement.

Manchmal weiß ich nicht mehr, wo ich bin.
Ich vergesse, wo mein Klo steht.
Ich laufe los… und weiß plötzlich nicht mehr, warum.

Ich verirre mich in meiner eigenen kleinen Welt.
Und das macht mir Angst.

Bitte versteh mich… ich mache das nicht absichtlich.
Ich gebe mir jeden Tag Mühe. Wirklich.
Aber manchmal schaffe ich es einfach nicht mehr.

Deshalb suche ich ganz besondere Menschen.

Menschen mit einem großen Herzen.
Menschen, die nichts mehr von mir erwarten… außer dass ich da bin.
Menschen, die mich auffangen, wenn ich mich verliere.

Ein ruhiges Zuhause.
Ohne Kinder, ohne Hektik, ohne Lärm.
Ein sicherer Ort, an dem ich einfach sein darf.

Vielleicht Menschen, die Erfahrung mit dementen Katzen haben.
Die wissen, dass Liebe manchmal bedeutet, einfach geduldig zu bleiben.

Ich suche keinen Anfang mehr.
Ich suche mein Ende.

Einen Platz, an dem ich nicht mehr allein bin.
Einen Arm, der mich hält, wenn ich die Orientierung verliere.
Eine Stimme, die sanft mit mir spricht, auch wenn ich sie vielleicht nicht immer verstehe.

Menschen, die mich auf meinem letzten Weg begleiten.
Egal, wie kurz er noch sein mag.

Bitte… lass mich nicht hier zurück.

Ich habe vielleicht nicht mehr viel Zeit.
Aber mein Herz…
mein Herz ist noch voller Liebe.

Und ich wünsche mir nichts sehnlicher,
als sie ein letztes Mal jemandem schenken zu dürfen. 

 

Wenn Sie sich für Philip interessieren, senden Sie uns bitte per ausreichend frankierter Post oder E-Mail einen ausgefüllten Interessentenfragebogen, der auf unserer Homepage (Startseite) als Download bereitsteht. Danach nimmt eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter unseres Tierheims Kontakt mit Ihnen auf, um den weiteren Ablauf zu besprechen.

(Stand: 18.03.2026 / LS)