Rowdy sucht einen ruhigen Ort, um endlich anzukommen

Hallo, ihr Zweibeiner da draußen!

Ich bin Rowdy. Der Name ist bei mir wirklich Programmfehler. Denn obwohl ich „Rowdy“ heiße, bin ich eigentlich das komplette Gegenteil. Eher Team „bitte nicht so laut“ statt „Randale“.

Im Februar wurde ich aus einem Keller eingefangen, in den ich mich offenbar verirrt hatte. Für mich war das alles unfassbar gruselig – so gruselig, dass ich wirklich alles versucht habe, um aus der Transportbox zu entkommen. Fast hätte ich es sogar geschafft… zumindest mit dem Kopf. Den hatte ich nämlich erfolgreich durch die Lüftungsschlitze der Box geschoben. Das Problem: zurück ging dann nicht mehr.

Im Tierheim mussten mich schließlich gleich drei Menschen mit einem Seitenschneider aus meiner misslichen Lage befreien. Nicht unbedingt mein stolzester Moment. Ich war von der ganzen Situation verständlicherweise mäßig begeistert, habe aber trotzdem alles tapfer über mich ergehen lassen.

Man vermutet, dass ich bisher nicht besonders viel Kontakt zu Menschen hatte. Anfangs war ich nämlich extrem ängstlich und zurückhaltend. Außerdem war ich weder kastriert noch gekennzeichnet – das wurde inzwischen natürlich alles nachgeholt.

Nach meiner Quarantäne durfte ich endlich ins Katzenhaus ziehen, wo ich jetzt mit anderen Katzen zusammenlebe. Diese Umstellung fand ich zuerst ehrlich gesagt absolut furchtbar. Ich kam nur nachts aus meinem Versteck oder wenn ich sicher war, dass mich wirklich niemand beobachtet. Mittlerweile traue ich mich aber schon öfter durchs Zimmer zu flitzen, selbst wenn Menschen da sind – zwar noch in geduckter Haltung, aber hey: kleine Schritte zählen auch.

Mein größtes Hobby? Essen.
Damit kann man mich tatsächlich ziemlich gut überzeugen. Mit etwas Geduld und leckeren Snacks lasse ich mich inzwischen sogar aus meinem Versteck locken.

Ich suche ein ruhiges Zuhause bei Menschen, die nichts von mir erwarten und mir einfach die Zeit geben, die ich brauche. Ich entscheide selbst, wann ich mutig genug bin, mich zu öffnen. Tief in mir steckt wahrscheinlich ein ganz toller, sensibler Kater – er braucht nur Menschen, die das erkennen und ihm die Chance geben, anzukommen.

Mit anderen Katzen fühle ich mich übrigens sehr wohl. Deshalb wünsche ich mir unbedingt einen netten, ruhigen Artgenossen an meiner Seite, der mich nicht bedrängt. Kinder oder Hunde sollten dagegen lieber nicht im Haushalt leben, denn Trubel und Stress überfordern mich schnell.

Ob ich künftig in einer großen Wohnung oder später mit Freigang leben möchte, lasse ich mir noch offen. Über einen gesicherten Balkon oder gesicherten Freigang würde ich mich aber bestimmt freuen – ein bisschen frische Luft schnuppern klingt nämlich ziemlich schön.

Vielleicht suche ich gar keine perfekten Menschen.
Vielleicht suche ich einfach nur jemanden, der versteht, dass Vertrauen manchmal leise beginnt. 

 

Wenn Sie sich für Rowdy interessieren, senden Sie uns bitte per ausreichend frankierter Post oder E-Mail einen ausgefüllten Interessentenfragebogen, der auf unserer Homepage (Startseite) als Download bereitsteht. Danach nimmt eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter unseres Tierheims Kontakt mit Ihnen auf, um den weiteren Ablauf zu besprechen.

(Stand: 07.05.2026 / LS)